Prinzessin Irma

Meine Geschichte und Reise

Meine Geschichte

Meine Geschichte

Wie es dazu kam, dass ich ein so besonderes Mädchen bin, fragst Du? 

Eigentlich bin ich das schon immer. Die Geschichte meiner Behinderung beginnt mit meiner Geburt. Lass mich Dir davon erzählen:

So wie alle Menschen und vermutlich auch Du, war ich 40 Wochen geborgen im Bauch meiner Mama. Ungeduldig wartete ich darauf sie und meinen großen Bruder sowie Papa kennenzulernen. Dann wurde es eng in meiner gemütlichen Blase. Also beschloss ich: “Jetzt ist die Zeit reif um auf die Welt zu kommen! Die Menschen, die ich vom hören schon so gut kenne endlich zu sehen. Ich weiß, ich werde freudig erwartet.”

Mama ist sehr laut. Sie schreit ganz doll, das beunruhigt mich.
Mama wird panisch, hat Todesangst.
Dann passiert es. Ich rutsche zurück, weg vom Ausgang.
Vor meinen Augen wird alles schwarz.
Stille.
Ich bekomme keine Luft.
Stille.
Was ist passiert? Etwas schlimmes ist passiert.
So sollte es nicht sein. Alles fühlt sich schrecklich falsch an.
Ich höre viele fremde Stimmen.
Ah, da, mein Papa. Ich will zu ihm! Wo ist Mama? Ich kann mich nicht bewegen. Rauschen.
Stille.

Es dauert lange bis ich meinen Papa wieder höre. Verwaschen, nur ganz schwach, wie unter einer dicken Eisschicht. Er sagt, ich soll ganz ruhig sein und mich ausruhen. Ich will meine Augen aufmachen, ihn sehen. Er ist weg.
Irgendwann höre ich Mama. Sie weint. Ich will zu ihr. Was ist hier nur los?

Nach einer langen Zeit werde ich klarer. Mir war so kalt. Jetzt beginne ich, mich zu spüren, kann mich aber kaum bewegen. Wie gelähmt fühle ich mich. In regelmäßigen Abständen höre ich meine Eltern und auch meinen Bruder habe ich gehört. Ich bin aber nicht zu Hause. Ich verstehe es nicht. Ständig kommen fremde Menschen.

Nach drei Wochen nehmen mich meine Eltern mit nach Hause. Ich bin glücklich. Die Autofahrt ist anstrengend, das Atmen und Schlucken fällt mir schwer. Mama will, das ich trinke. Ich kann es nicht richtig. Ich soll Sport machen. Ich bin immer so müde, alles ist so schwer. Meine Reise geht weiter und ich kämpfe. Ich habe schon drei Rehas gemeistert.
Kurz nach meinem dritten Geburtstag durfte ich mit den Delfinen in Curacao schwimmen. Ich bin jetzt so viel aufmerksamer und kann mitteilen was ich möchte und was nicht. Gern möchte ich nächstes Jahr wieder nach Curacao und weitere Fortschritte machen.